Treffen der 68-er-Angaren auf dem Haus

Wir sollten uns mal wieder treffen, hieß es bei einer Zusammenkunft von Angaren im Frühjahr 2010 in Bremerhaven. Wir – das sind die Angaren, die um 1968 in der Angaria aktiv waren und damit zum Beginn der heißen Phase der Studentenbewegung. Wir – das sind dann also diejenigen, die die Modernisierung der damaligen Akademischen Ruderverbindung Angaria angeschoben hatten. Das sind also diejenigen, die damals ein ziemlich erstarrtes Leben auf dem Haus vorfanden und mit hartem Training, kombiniert mit Party und Happenings, reagierten, und alles zum Wohle der Angaria.

Wir wollten mal sehen, was daraus geworden ist, deshalb musste das Treffen in Hannover sein. Archie und Winni übernahmen die Organisation und luden für den 4. September ein. Zwölf AHs sagten mit Bedauern ab, zwei AHs reagierten überhaupt nicht, 18 Angaren mit ihren Frauen/Freundinnen erschienen, darunter Sevki, unser damaliger Fuxmajor, der damals nach der zweiten Fuxensitzung seine Erziehungsbemühungen aufgab. Dabei auch Floh, die die heute nicht mehr wegzudenkende Mitgliedschaft von Frauen in der Angaria einleitete. Absagen musste auch unser damaliger Trainer Willi Monecke (Big Willi, der mit dem Klavier und dem Hammer) wegen Trainertätigkeit in Bramsche, und krankheitshalber Ernst Dewitz, der als derzeitigen AH-Vorsitzender unsere damaligen Reformforderungen entgegennehmen musste. Dabei waren auch der Altherrenvorstand und zahlreiche Mitglieder der Aktivitas. Es ist damit eine gute Resonanz auf die Einladung zu einem wohl erstmals stattfindenden Jahrgangstreffen festzustellen, vielleicht ein Tipp für andere Jahrgänge? Es war schon erstaunlich, dass die meisten sich wieder erkannten, wenn auch manchmal nach Nachfragen. Immerhin hatten sich einige fast 40 Jahre nicht gesehen.
Der Nachmittag begann mit Kaffee und Kuchen an einer langen Tafel auf dem Rasen zwischen Wohnhaus und Kraftgeräteraum, Dank an Regina, Suse, Irene und Margot. In der Einladung hieß es, dass Sportzeug mitzubringen ist. Es sollte gerudert werden. Der Aufforderung waren viele gefolgt, Winni bemühte sich, Backbord- und Steuerbordruderer sowie eventuelle Skuller tabellarisch zu erfassen. Letztlich fand sich der Vierer, der 1972 im Vierer ohne auf der DM startete (das Rennen mit dem lockeren Klemmring, Winni, Triefel, BF und Archie) zusammen, der Rest fuhr Achter. Ich fand, dass alle in dem engen Sportzeug noch eine sehr gute Figur machten. Viele hatten lange nicht gerudert und staunten über die modernen Sportgeräte, andere prahlten mit aktuellen Trainingsleistungen. Die Aktiven, die uns im Motorboot begleiteten, bestätigten uns eine hervorragende Technik und Form. Aber warum fuhren sie nebenher? Befürchteten sie einen medizinischen Notfall?
Heil am Steg angekommen gab es ein isotonisches Kaltgetränk (nach dem Echo ein bei der Aktivitas sehr beliebter Begriff) zur Regeneration. Weitere folgten im Laufe der Abends, der mit einem ausgedehnten Abendessen begann: Mein Sohn Jan Frenzel hatte Grillwaren und Salate angeliefert, der Bierwart diverse Getränke und die Aktivitas bediente den Grill. Es war eine gute Stimmung, die im Lauf des Abends immer fröhlicher wurde. Hierzu trug auch eine Bilderserie aus unserer damaligen Zeit bei, die zu Kommentaren wie: “ih, wie der aussieht…“ herausforderte.
Fazit:  Es war eine gute Idee, die alte Truppe mal wieder zusammenzutrommeln, die gut aufgenommen wurde. Es zeigte sich, dass die Verbundenheit und der Gemeinschaftssinn untereinander und mit der Angaria noch gut bestehen. Wir konnten erleben, dass auch die Aktivitas im Sinne dieser Idee zusammenlebt und unsere Ideale bezüglich der Angaria weiterlebt. Die Aktivitas hat diesen Tag hervorragend unterstützt, Haus, Garten, Bootshallen und Bootsmaterial waren in einem sehr guten Zustand. Wir sind mit dem Eindruck weggefahren, dass die Angaria einschließlich der Aktivitas auf einem sehr erfolgreichen Weg im Sinne der Grundsätze ist, dies auch zu den Diskussionen in der letzten Zeit. Der Aktivitas herzlichen Dank für eure Unterstützung. Zum Abschluss von mir der Vorschlag, das nächste Treffen mit dem 125. Jubiläum im Jahr 2011 zu verbinden.

Archie (Dieter Frenzel)

 

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