Aiguebelette 2011

Fulminanter Sieg auf dem Lac d’aiguebelette.
Wir erinnern uns an das letzte Jahr zurück: Hannover unterliegt Lyon mit 00:00,27 – Zielfotoentscheid.
Es war eine Frage der Ehre, ob sich die Angaria wieder in den Süd-Osten Frankreichs begibt, um eine alte Rechnung zu begleichen.

Zunächst galt es aber, eine Mannschaft zu formieren und einige Trainingskilometer zu absolvieren. Trainiert wurde mit wechselnder Besatzung, um sicherzustellen, dass bei spontanen Personalausfällen ausreichend Personalkapazitäten vor Ort zur Verfügung stehen. Schon Donnerstagnachmittag ging es für die ersten der Mannschaft auf die Autobahn. Im Vorfeld musste der Bootsanhänger logistisch ausgeklügelt beladen werden. Neben dem Bootsmaterial mussten Zelt, Stromaggregat, Tresen, Sportschorle und Beleuchtungsmaterial einen sorgfältig festgezurrten Platz finden. Schließlich waren auch ein paar „Betreuer“ dabei, die ihre Abwechslung im nüchternen Regattaalltag benötigen. Aus Osnabrück wurde eigens ein überdimensionierter (dies galt nicht für die Motorenleistung) Mercedes Motorkraftwagen beschafft, so dass das Gespann mit über 3500kg Gesamtgewicht Richtung Süden abfuhr. Steuermann zu Land und Wasser „Oosterbaan“ hatte schon direkt in den Kasseler Bergen das ein oder andere „Elefantenrennen“ zu bestreiten. Nach nicht enden wollenden Autobahnkilometern erreichten die Angaren den beeindruckenden Alpensee – 12 Stunden später, um 07:00 Uhr morgens.
Nach der Öffnung des Zeltplatzes wurde in Windeseile das Equipment positioniert. Der Freitagnachmittag wurde mit Schwimmen, Grillen und, dank Jan Henrik, perfekten Caipirinhas verbracht. Abends wurde in die Geburtstage von Henning und Jan Henrik gefeiert. Ein großartiger Regattaeinstand. Der Samstag wurde nicht minder kulinarisch angegangen. Nach einigen Trainingskilometern galt es wieder, französische Delikatessen zu verzehren. Abends luden die Französischen Veranstalter zum geselligen Beisammensein ein. Unser Gastgeschenk war einfach wie passend: ein Fässchen Mai-Urbock. Jan Henrik (30) musst hier fegen und fand seine ihn erlösende Jungfrau. Bei dieser Gelegenheit wurde unsere Mannschaft für die B-Wertung des vorherigen Jahres mit einem neu geschaffenen Preis geehrt. Endlich bekamen die Ehre, denen Ehre gebührt.
Nach schwerfallendem Start und Aufräumarbeiten machte sich die Mannschaft am nächsten Morgen ruderfertig. Die „German Teutons“ mussten nun zeigen, dass sich die Kilometer zu Wasser und Lande bezahlt gemacht haben. Um den Rennverlauf zusammenzuverfassen: Es wurde ein Exempel statuiert. Am Sonntagnachmittag machten sich „die 13“ Angaren wieder auf die Heimreise.
Angaria hat nun zwei Pokale zu verteidigen und freut sich auf 2012!

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