Dresden mal anders

Vom Elbepokal in Dresden wurde einem ja viel versprochen. Nicht alles davon ging in Erfüllung. Viel mehr verlief dagegen nicht ganz so glücklich und machte das Wochenende somit schon wieder ziemlich, sagen wir, erinnerungswürdig!

An der perfekten Organisation von Tanja und Frank sollte es natürlich nicht liegen: Man traf sich Freitag abend im „Schillergarten“ am Blauen Wunder: der Frauenachter als Renngemeinschaft von Angaria und Hansa Hamburg sowie die Herren der „Fari“ Hamburg, inklusive Frank und AH Bauer, der sich aus Ulm dazugesellte. Genächtigt wurde, bis auf die vornehmsten Exemplare der Hamburger Herren, auf der Richterschen Datscha.

Samstag früh ging es los: der „wohl früheste und heftigste Wintereinbruch in Sachsen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ (Zitat: Bild Zeitung) bescherte uns eine dicke Schneedecke und grauen Himmel vor dem Fenster. Der vielgerühmte Ausblick hinunter zur Elbe und dahinter bis ins Erzgebirge ließ sich beim besten Willen nicht erkennen, und die Heizstrahler gaben ihr Bestes. Trotzdem wurde nicht lange diskutiert, ja, wir waren zum Rudern gekommen und nicht zum Thermenbesuch! Maike stand extra früh auf um im Regattabüro noch ordnungsgemäß ihren Aktivenpass zu beantragen.

Ordentlich durchgefroren vom windigen Schneeregen ruderten wir uns auf dem Weg zum Start (5 km) warm. Ohne Coxbox, denn die war irgendwie bei den Hamburgern abhanden gekommen. Ein plötzlicher Rumms verriet uns, dass die Elbe auch 20m vom Ufer entfernt nicht sehr tief ist. Während des Rennens bekamen wir dann die Auswirkungen zu spüren: Im Zickzack-Kurs holten wir immer wieder auf das vor uns gestartete Boot auf, nur um dann wieder auf Steuerbord halbe Kraft zu rudern, oder sogar komplett zu stoppen um uns wieder auf Kurs zu bringen. Wenn wir eine Coxbox gehabt hätten, hätte dies auch der komplette Bug mitbekommen… Kurz: es hat GAR KEINEN SPASS gemacht! Dankenswerterweise machten unsere Freunde der Favorite Hammonia, deren Boot wir geliehen hatten, keine große Sache aus dem ruinierten Schwert! Dass die Duschen nach dem Rennen nur noch höchstens lauwarm waren muss hier wohl kaum erwähnt werden.

Der Tages wurde nichtsdestotrotz mit fröhlichem Essen (die berühmte Eierschecke aus der Bäckerei Wippler) und nächtlicher Sight Seeing Tour abgeschlossen. Die Pechsträhne hatte dann allerdings noch einiges zu bieten: einige holte in der Nacht zu Sonntag ein fieser Darmvirus (Ankunft in Hannover ein paar Kilo leichter), andere brauchten fast 12 Stunden für die Zugfahrt nach Hamburg. Und zu guter Letzt meldete sich der Veranstalter zwei Tage später und drohte uns nachträglich vom Rennen auszuschließen, da eine Mitruderin ja keinen Aktivenpass beantragt hätte …

ABER SONST IST ES IMMER SCHÖN BEIM ELBEPOKAL!

Mannschaft im w8+: Birgit, Katharina (Hamburg), Jantje, Maike, Defne, Tanja, Christina, Elke, Stf. Nicole (Hamburg)

Elke

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