Frauenachter beim Head of the River

Nachdem wir die letzten Wochen so fleißig trainiert hatten, stand am vergangenen Wochenende das Women’s Head of the River Race in London an.

Bereits am Donnerstag waren 6 Ruderinnenneu_02 und Christina angereist, am Freitag kamen dann noch Maike S, Elke und Hannes nach. Glücklicherweise hatte sich das Wetter und die Themse in London etwas beruhigt, sodass das Rennen stattfinden konnte und nur die ganz unerfahrenen Mannschaften nicht starten durften. So kam es, dass wir tatsächlich 4 Tage strahlenden Sonnenschein hatten! Pech für die Männer in zwei Wochen, denn der Rest des Jahres wird jetzt bestimmt grau und nieselig…

Über Linda hatten wir ein Leihboot vom Auriol Kensington Rowing Club zugesagt bekommen. Nachdem wir am Donnerstag Abend am Club waren, entschied sich der Trainer allerdings spontan, uns ein deutlich besseres Boot zur Verfügung zu stellen. Was für ein Glück! Außerdem fuhr er am Freitag, bevor wir die letzte Trainingseinheit machen wollten, mit Hannes die Strecke ab, um ihm die Ideallinie zu zeigen. Dafür wollen wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken!

Die direkte Rennvorbereitung bestand dann aus einem Nudelessen in der Herbergsküche, für das Herbert, Hannes und Bulle bereits in Hannover eingekauft hatten, einem Besuch am Buckingham Palace (wo wir Harry leider nicht getroffen haben) und einer ausgedehnten Shoppingtour.

Samstag Mittag war es dann endlich soweit: das Rennen begann! Wir hatten die Startnummer 64, waren also in der 2. Division. Es war immer noch sonnig und wir hatten böigen Schiebewind. Besser hätte es also nicht sein können. Ab den ersten Schlägen ging’s kraftvoll los. Die Fotos, die direkt nach dem Start von uns gemacht wurden, zeigen zumindest 8 Gesichtskämpferinnen. Bis zur Hälfte lief es auch ganz fantastisch, sodass wir die Nummer 62 überholten, was nicht zuletzt daran lag, dass Hannes sich sehr gut an die Ideallinie erinnerte und wir unseren Gegnerinnen in den Kurven immer ein Stück wegfahren konnten. Dann kam die Hammersmith Bridge, von der uns Christina, Herbert, Bulle, Arne, Marja und Ralf lautstark anfeuerten. Dann begann der Kampf (die Fotos dokumentieren es…) und die Strecke bis zum Fullham Stadion zog sich in die Länge. Wir wurden von drei Booten gejagt, schafften es aber durch Hannes’ Anfeuerungen bis zum Ziel vorne zu bleiben.

Nachdem wir wieder zum A.K. zurückgerudert waren (zum Glück mussten wir nur bis zur Hammersmith Bridge – Eine längere Strecke hätten wir kaum noch geschafft) gabs noch einen erfrischenden Cider auf der Dachterrasse, bevor wir uns erst einen Pub für Fish & Chips suchten und danach ins Londoner Nachtleben starteten. Als endlich neu_01die Ergebnisse veröffentlicht wurden, konnten wir es kaum glauben: 37.! Allerdings zeitgleich mit dem davorliegenden Boot, also 36.!! Wahnsinn!

Am nächsten Tag stand dann noch die allerletzte Shoppingtour, sowie ein Besuch der Abbey Road an (die leider nicht da war, wo wir sie vermuteten, weshalb sich das Unternehmen etwas in die Länge zog…), bevor es abends wieder nach Hause ging.

Insgesamt war das Wochenende ein voller Erfolg: ein tolles Rennen, heiterer Sonnenschein und gutes Wasser, sodass wir sowohl vor als auch nach dem Rennen am Anleger anlegen konnten, ohne nasse Füße zu kriegen! Nur Prinz Harry haben wir nicht getroffen… Wir müssen also nächstes Jahr wiederkommen!

Besetzung: Johannes Schregel (Steuermann), Isa Gottwald, Elke Hipler, Lena Helwich, Linda Simon, Maike Seesemann, Carolin Scipio, Maike Meyer, Sabine Jäger

 

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