Dresdener Elbepokal – Der Kampf auf bzw. mit dem großen Strom

Die Mastersfrauen sind nach einem Jahr Pause wieder beim Elbepokal in Dresden an den Start gegangen.

Aus verschiedenen Himmelrichtungendresden_elbepokal_2014_4 (Birgit, Lena, Isa und Maike aus Hannover, Defne, Tanja und Jasna aus Hamburg sowie Jantje aus der Karibik) reisten wir Freitagabend an und machten es uns nach einem gemeinsamen Restaurantbesuch in der Richterschen Datscha gemütlich. Bei einem Absackerschlückchen aus Radeberg wurde gemeinsam mit den Hamburger Männern noch über Renntaktiken gefachsimpelt und über Strömungs- und Windgeschwindigkeit sowie Innenhebellängen und anzustrebende Schlagzahlen beratschlagt. Das alles sollte sich am Folgetag als hinfällig erweisen…

dresden_elbepokal_2014_2Bei herrlichem Blick über die Elbe frühstückten wir Samstagmorgen noch entspannt in der Datscha bevor es an die Regattastrecke ging. Dort angekommen wurden wir mit den ungemütlichen Bedingungen konfrontiert: Nebst schönstem Sonnenschein blies uns eine steife, kontinuierlich stärker werdende Brise um die Nase und die Strömung der Elbe war enorm. Die Vorfreude auf das Hochrudern zum Start hielt sich so schon sehr in Grenzen, dennoch stiegen wir hochmotivert mit unserem einigermaßen kurzfristig organisiertem Steuermann Benno ins Boot und machten uns auf den Weg zum Start der 5 km-Strecke. Die Strömung der Elbe und der Gegenwind waren so stark, dass das Boot beim Halbmannschaftsrudern auf der Stelle blieb! So quälten wir uns gegen die Fluten und den Wind und hatten gefühlt das erste Rennen schon hinter uns als wir (natürlich nicht pünktlich und einigermaßen genervt) am Start ankamen.

Nach hektischer Rennvorbereitung ging es dann sofort los auf dresden_elbepokal_2014_3die Strecke. Unter berlinerischer Anfeuerung von Benno versuchten wir zusammenzufinden und das Boot auf Geschwindigkeit zu bringen, doch ein riesiger Ausflugsdampfer und ein weiteres Motorboot schmissen uns nur wenige Schläge nach dem Start Wellen ins Boot. Es dauerte einige hundert Meter bis wir den Achter auf Touren hatten und flogen dann endlich dank starkem Schiebewind und Strömung dem „Blauen Wunder“ entgegen, in dessen Nähe sich das Ziel befand.

Nach dem Rennen war die einhellige Meinung: Das können wir zwar besser, aber wir haben wohl noch das Beste aus der Situation gemacht. Die Ergebnistafel gab uns hier dann Recht: Mit zwei Sekunden Vorsprung konnten wir den Sieg einfahren! Auch der Hamburger Männerachter um Frank mit Defne als Steuerfrau konnte sein Rennen gewinnen, sodass wir alle versöhnt und gut gelaunt mit Bier und Glühwein auf den Erfolg anstoßen konnten.

Der restliche Nachmittag wurde mit Kaffee, Sherry und Eierschecke versüßt. Abends wurde deftig gespeist und ein Teil der Mannschaft suchte dann noch die Dresdener Innenstadt auf, um mit einem Cocktail auf den Sieg anzustoßen.

Am Sonntagvormittag mussten wir dann leider schon wieder abreisen und uns vom schönen Dresden verabschieden, denn abgesehen von dem Rennen vor dem Rennen hatten wir ein lustiges und herrliches Wochenende.

Unser Dank gilt Familie Richter für die gemütliche Unterbringung und der Fari, deren Boot wir leihen durften!

Maike Meyer

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