Das Haus am See und ein Megathlon

Zugegeben, auf der Fahrt nach Radolfzell beziehungsweise Gundholzen, wo Paul herkommt, kamen mir Zweifel, ob die Idee mit der Teilnahme am Megathlon eine gute war. Jedenfalls hatten wir im Heuer-Mobil zu fünft kaum Platz, Christoph hatte seine guten CDs vergessen und zu allem Überfluss wurden die Regenschauer und Gewitter, je weiter wir in den Süden fuhren, stärker. Doch am Bodensee angekommen, verzogen sich der Regen und die Gewitterwolken und als wir nach der Einquartierung bei Pauls Oma noch ein Nachtbad im angenehm temperierten Bodensee nehmen konnten, waren die Zweifel schnell wieder ausgeräumt.

Unsere Abordnung bestand neben Paul, der schon am Mittwoch in seine Heimat aufgebrochen war, aus Linda, Christoph, Hauke, Jana und mir.die Reisegruppe

Am Samstag gab es erstmal ein sehr reichhaltiges und ausgedehntes Frühstück bei Paul und seinen Eltern, die uns die komplette Zeit super aufnahmen, sogar mit exklusiven Yoga-Übungen.

Damit wir neben den gut gebräunten Leistungssportlern nicht wie Weißbrot aussahen, stand ausgiebiges Sonnen am Bodensee auf dem Programm. Für wahres Urlaubsfeeling absolvierte Paul mit uns noch einen Segelturn, wie die Aktivitas durch beste Berichterstattung durch Christoph und Hauke live erfahren konnten. Unser großer Auftritt beim Megathlon in Radolfzell stad dann am Sonntag an. Der Megathlon besteht aus fünf Disziplinen: 1,5 Kilometer schwimmen, 44,5 Kilometer rennradfahren, 22,7 Kilometer inlineskaten, 36,4 Kilometer Mountainbiken und abschließend 10 Kilometer laufen. Für Linda fiel der Startschuss um 8 Uhr. Trotz großer Anspannung kämpfte sie sich in guten 35 Minuten durch den Bodensee in die Wechselzone und legte die Messlatte für die restlichen Teammitglieder sehr hoch. Der zweite Starter mit dem Rennrad war Paul. Er musste eine sehr schwierige Strecke mit 600 Höhenmetern bewältigen, die er in einer Zeit von 1:21 Stunden zurücklegte. Nachdem Paul den Transponder an mich weitergegeben hatte, ging‘s für mich auf die Piste. Durch viel fahren im Windschatten, rollte ich nach 49 Minuten ins Ziel und konnte an Hauke übergeben. Auch die Mountainbikestrecke hatte es mit mehreren Anstiegen bis zu 600 Höhenmetern in sich und da Hauke sich vor Ort ein Mountbike ausleihen musste, wurde die Devise von unserer gerade aufgewachten Trainerin Jana mit „bloß nicht stürzen“ und „heile ankommen“ vorgegeben,  was Hauke auch in 1:49 Stunden schaffte. Damit war unser Schlussläufer Christoph an der Reihe, der bei mittlerweile brütender Hitze die zehn Kilometer in der guten Zeit von 47 Minuten absolvierte und wir alle somit nach 5:22 Stunden gemeinsam ins Ziel sprinten konnten.Das Team nach dem Megathlon

Nach dieser grandiosen Teamleistung mussten wir uns erstmal ausgiebig erholen und was bietet sich da besser an, als Motorboot fahren und im Bodensee zu  baden?! Sonntagabend verließ uns dann Hauke in Richtung Schweiz zum Wandern. Wir restlichen fünf nutzten den Montag und Dienstag noch,  um Konstanz und den Rheinfall zu besichtigen und natürlich um das schöne Wetter zu genießen.

Nach vier wundervollen Tagen am Bodensee mussten wir von unserem Haus am See und der damit verbundenen Zeit schweren Herzens Abschied nehmen – bis zum nächsten Jahr, wenn wir hoffentlich mit noch mehr Aktiven beim Megathlon antreten werden.