Head of the River Race 2013 – London ohne Regatta auf der Themse

Vergangenes Wochenende begab sich eine angarische Mannschaft auf den Weg nach London, um dort an der Langstreckenregatta auf der Themse teilzunehmen, doch in diesem Jahr wurde das Rennen wetterbedingt abgesagt.

 

 Seit Beginn des Jahres wurden viele Trainingskilometer im Boot gesammelt und aus erfahrenen Londonteilnehmern und Neulingen eine gute Mannschaft geformt, so dass wir mit gutem Gefühl in die Themsemetropole anreisen konnten. Neben der Zielsetzung, eine gute Startposition für das kommende Jahr zu errudern, sollte in diesem Jahr auch der Hannover-interne Vergleich für sich entschieden werden. Selbst die Temperaturvorhersage für die englische Hauptstadt schockierte niemanden, denn bis zuletzt wurde bei eisigen Temperaturen auf Ihme und Leine trainiert.

Mit dem brandneuen Bootsanhänger – Mittwoch da, Donnerstag schon wieder weg – fuhren wir dann in Richtung der britischen Insel. Nach der Überfahrt mit der Fähre kamen wir gegen Freitagmittag an der Themse an und machten gerade das Boot fahrtauglich, als uns die Nachricht erreichte, dass das Rennen abgesagt sei. Die Rennleitung hatte sich aufgrund von Sturmwarnungen und damit einhergehenden unsicheren Ruderbedingungen dazu entschieden, das Rennen nicht durchzuführen. Diese Nachricht sorgte für großes Erstaunen und auch Ärgernis, weil so der Abschluss der vergangenen Trainingswochen wegfallen würde. Dennoch wollten wir einmal wieder barfuß in der Themse stehen und eine Runde fahren, denn das Wasser war recht wellig mit böeigem Wind, aber durchaus ruderbar.

Der große – und einzige – Vorteil dieser Rennabsage war, dass wir den Samstag zur Stadtbesichtigung dazugewonnen hatten und so nicht nur A- sondern auch B- und C-Sehenswürdigkeiten der englischen Hauptstadt erkunden konnten. Ein Teil der Mannschaft zog sich am Samstagmorgen sogar die Laufschuhe an und lief an der Themse entlang. Trotz Windes fand auf der Themse ganz normaler Trainingsbetrieb der heimischen Rudervereine statt, allerdings war zu dem Zeitpunkt gerade Niedrigwasser. Glücklicherweise fand die Abendgala beim Thames Rowing Club, deren Besuch zahlreiche Ruderer seit Jahren pflegen, dennoch statt, wenn auch weniger besucht als in den anderen Jahren. Nach dem Überprüfen aller Vitalfunktionen und Museumsbesuchen am Sonntag traten wir am frühen Abend die Heimreise an – wo wir die (manns)hohen Wellen während der Fährüberfahrt ganz deutlich spürten –  und fuhren am Montagnachmittag wieder bei Angaria auf den Hof.

Fazit: Unser neuer Bootsanhänger hat zuverlässig seine ersten Kilometer absolviert und das Boot wurde wenigstens auf dem Wasser geschont. Leider haben wir keinerlei Rückmeldung, ob wir in diesem Jahr schnell gerudert wären, aber vor dem Hintergrund einer Auslandsreise hat es sehr viel Spaß gemacht. Auf dass wir nächstes Jahr eine genauso schlagkräftige Mannschaft haben und das Rennen tatsächlich stattfindet!

Die Mannschaft 2013 (Bug zu Heck): Jutta, Bene, Hannes, Herbert, Bumbum, Christoph Schregel, Kurby, Thomas und Steuerfrau Berit

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