European University Championships 2013 Poznan – ein Erlebnisbericht

In diesem Jahr  fand nach einjähriger Pause wieder eine EUC statt. Der Austragungsort in diesem Jahr war Poznan  in Polen.  Für die Wettkampfgemeinschaft der Hannoverschen Unis ging lediglich ein Boot an den Start. Melvin Baykal , Student der Wirtschaftswissenschaften an der Leibniz Uni (DRC), und Johannes Schregel , Student der Tiermedizin an der tierärztlichen Hochschule (Rugm. Angaria), stellten sich im leichten Doppelzweier der europäischen Konkurrenz.

Tatkräftig wurden sie von ihrer Trainerin Berit Krüger unterstützt, indem sie viele Stunden vom  Motorboot aus die Mannschaft trainierte. Sowohl durch unzählige Kilometer auf Leine, Ihme und Mittellandkanal als auch mühsamen Stunden im Kraftraum bereitete sich das Duo für den Start in Polen vor.

Die Reisegruppe Hannover wurde durch Jens Hundertmark, Maja vom adH & RD sowie Sebastian Knust vom hannoverschen Hochschulsport komplettiert, die schon erste Vorbereitungen für die EUC 2014 in Hannover trafen.

Die Strecke in Poznan ist hochmodern und in zahlreichen internationalen Großveranstaltungen erprobt worden. Mit Ausnahme der Akkreditierung war die gesamte Veranstaltung sehr gut organisiert. Die Unterbringung im örtlichen Studentenwohnheim, welches etwas Ostblock-Romantik versprühte, war einigermaßen komfortabel. Da unser Vorlauf ausfiel hatten wir den Freitagnachmittag Zeit uns die sehr schöne Innenstadt anzuschauen. Auch das Wetter spielte bei dieser Veranstaltung mit, da wir mit klarem und sonnigem aber sehr windigen Wetter verwöhnt wurden. Der starke Wind verwandelte die Regattastecke auf dem örtlichen Maltasee in einen schwer ruderbaren Regattakurs. Verwundert zeigten sich Sportler, Funktionäre und Trainer über die Rekordverdächtigen Zeiten auf den ersten 500m, die Ruderbundesligateams hätte staunen lassen können.

Im ersten Rennen ließ sich das Hannoveraner Boot  durch die schwierigen Bedingungen  verunsichern und belegte im Bahnenverteilungsrennen nur den 5. Platz. Jedoch war die Ansage vorrausgegangen das Rennen als Freundschaftsspiel zu betrachten und am Finale in Sonntag wirklich alles über die olympische Distanz zu geben. Auch wenn die Taktik bis zur 1000 Meter Marke nicht aufzugehen schien, fassten die beiden Sportler sich ein Herz. Sie schoben sich Schlag für Schlag gegen den starken Gegenwind auf den zweiten Platz vor und nutzten so ihre Außenseiterchancen. Gegen die späteren Sieger aus der Schweiz von der Uni Zürich war an diesem Tag kein Kraut gewachsen und die beiden Sportler erruderten einen hervorragenden zweiten Platz. Dieses Ergebnis passte in die Reihe der erfolgreichen deutschen Mannschaft, die am Ende der Veranstaltung die Gesamtwertung gewann.

Mit Teilnehmern aus elf Nationen herrschte auf dem Regattaplatz ein sehr angenehmes internationales Flair und so entwickelte sich kurz vor der Abschlusszeremonie eine Basarähnliche Trainingsklamottentauschbörse. Die Regatta in Polen endete mit einer von Uwe Maerz organisierten Abschlussparty, auf der die Athleten und Helfer noch einmal die Gelegenheit erhielten sich untereinander auszutauschen

Alles in allem war die EUC in Polen eine sehr schöne Veranstaltung, die durch die sehr netten freiwilligen Helfer und das großartige Organisationskomitee zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

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